ACS-Blog
Newsletter
Kontakt

ACS Classics

Förderung Ausbildung Fahrzeugrestaurator

Oldtimerwissen sichern

Der ACS Thurgau fördert die Weiterbildung zum Fahrzeugrestaurator. Zweiter Lehrgang startet im Februar in Weinfelden.

Der Bestand an Young- und Oldtimerfahrzeugen wächst ständig. Schweizweit sind es bereits 140‘000 respektive 70‘000 Fahrzeuge, die von vielen stolzen Besitzern gehegt werden. Gleichzeitig mangelt es zunehmend an Fachleuten, die sich mit älteren Fahrzeugen auskennen und in der Lage sind, auch grössere Restaurationen vorzunehmen.

„Das Wissen droht verloren zu gehen“, sagte Felix Müller vom Vorstand des ACS Thurgau am Donnerstag vor 60 Fachleuten und Oldtimerfreunden. Gegensteuer gibt der neue Weiterbildungslehrgang für Fahrzeugrestauratoren, der nach vierjähriger Vorbereitung vor einem Jahr in Weinfelden mit 15 Teilnehmern gestartet wurde, eine Schweizer Premiere.

Sieben Ausbildungsorte


Der berufsbegleitende Lehrgang dauert drei Semester und wird mit einer eidgenössischen Berufsprüfung abgeschlossen, erläuterte Jürg Hofer, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft Fahrzeugrestauratoren Schweiz (IgFS). Sie hat zusammen mit der Branche den Lehrgang aufgebaut, der mit dem Automobildiagnostikerlehrgang vergleichbar ist, auch was die Kosten betrifft.

Ideale Voraussetzungen sind laut Hofer eine dreijährige Grundausbildung im Automobil- und Landmaschinenbereich oder vergleichbare Abschlüsse. Schweizweit sind sieben Ausbildungsstandorte vorgesehen, davon zwei in der lateinischen Schweiz. Neben der Fachrichtung Mechanik/Elektrik sollen weitere in den Bereichen Carrosserie und Lack hinzukommen.

Prämie für Absolventen

Der nächste Lehrgang beginnt im Februar an der Gewerblichen Berufsfachschule Weinfelden und konzentriert sich wie der erste auf den Bereich Antrieb, das heisst auf eine Vertiefung der Kenntnisse von Getrieben und weiteren wichtigen Komponenten wie zum Beispiel Antriebswellen und Hinterachsen. Im Frühjahr 2018 folgen die ersten Berufsprüfungen und damit die Abgabe der eidgenössischen Fachausweise.

Wer diese Prüfung absolviert und in einem Thurgauer Garagenbetrieb arbeitet, darf mit einer Prämie von 1000 Franken rechnen, die vom ACS Thurgau ausgerichtet wird. „Wir wollen damit einen Anreiz schaffen“, erklärte ACS Thurgau-Geschäftsführer Christof Papadopoulos. Von der Weiterbildungsinitiative würden letztlich auch die Garagen profitieren, denn Oldtimeraufträge sorgten für eine gleichmässigere Auslastung der Betriebe und eine engere Kundenbindung.

Kunden involvieren

„Die Restauration eines Fahrzeugs ist eine emotionale Sache“, berichtete Jakob Kuster, Inhaber der Oldtimer Wellness Garage Kuster in Scherzingen, aus der Praxis. Für solche Arbeiten brauche es nicht nur gute Mechaniker, sondern auch eine gute Planung. Von Offerten riet der Oldtimerspezialist ab. Ein Kostendach sei die bessere Lösung. Beste Erfahrungen gemacht habe er damit, die Kunden in den Restaurationsprozess einzubinden, auch wenn es nur um die Teilereinigung gehe, so Kuster.


Weitere Infos zur Ausbildung zum Fahrzeugrestaurator finden Sie hier.

Das Antragsformular für die ACS Prämie finden Sie hier.


Bild
Wollen das Oldtimerwissen fördern: Christof Papadopoulos, Jürg Hofer und Jakob Kuster
ACS Beratung +41 71 677 38 38
ACS Pannendienst-Nummer +41 44 628 88 99